24 Stunden für die Drachenkinder

Schon einige Zeit machte sich beim SEV die Überlegung breit, ob denn mit unseren Modelllokomotiven ein Betrieb über 24 Stunden möglich wäre. Bis dato waren wir höchstens 8 Stunden unterwegs und das oft mit Lokwechsel. Als dann noch die Idee aufkam, auch dieses Jahr wieder für einen guten Zweck zu fahren führten wir beide Gedanken zusammen und starteten das Unternehmen „24 Stunden mit einem Personenzug fahren für die Drachenkinder“. Bertram und Franziskus samt Familien machten sich an die Planung des Unternehmens. Es wurden Unternehmen und Handwerksbetriebe angeschrieben, ob sie denn eine Einmalspende oder einen kleinen Geldbetrag pro Runde spenden würden. Die Logistik wurde geplant und am Morgen des 22.9.2018 startete die Aktion.
Zuerst hieß es die Anlage herzurichten für einen vierundzwanzig stündigen Betrieb. Es wurden also Lichter für die Nacht aufgestellt, Plakate die den Weg zur Bahn anzeigten, Feldbetten für die Nacht, die Gleisanlage und das Rollmaterial wurden nochmals überprüft und auch ein leckerer Eintopf für die Verpflegung der Mannschaft wurde gekocht.

Das Ziel war mit, einem Personenzug gezogen von der Dampflok Kephalenia, 24 Stunden möglichst viele Runden zu fahren ohne den Zug von der Strecke zu nehmen und dabei auch richtigen Personentransport durchzuführen.

Am Samstag den 22.9.2018 um 17:00 Uhr war es dann soweit, das Wagnis 24 Stunden nonstop mit einem Personenzug zu fahren begann. Und es folgte auch gleich der erste richtige Paukenschlag. Die Schussentäler Schalmeinen kamen vorbei und heizten uns gleich am Anfang unseres Unternehmens mit flotten Rhythmen kräftig ein. Sie hatten auch einen Scheck für unsere Aktion



Drachenkinder dabei, was uns natürlich nochmals einen Motivationsschub gab.



Es kamen auch viele Fahrgäste am Samstag Abend und unterstützten mit dem Kauf von Fahrkarten und Spenden die Aktion. Selbst spät in der Nacht riss der Besucherstrom nicht ab.




Doch dann kam Regen auf und nur noch ein paar eiserne Fahrgäste hielten die Nacht durch, inklusive des Lightshowzuges der Brüder Hofmann. Die ganze Nacht durch war ein drei Mann Team des SEV (Kassier, Schaffner, Lokführer) im Einsatz um den Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten.
 



Am Sonntag Morgen zeigte sich der Himmel zwar noch mit dunklen Wolken, aber ein paar blaue Flecken nährten die Hoffnung auf einen Endspurt mit schönen Wetter.
 

Und tatsächlich, der Himmel riss auf und die Sonne zeigte sich für den Rest des Tages. Wir mussten sogar einen zweiten Zug einsetzen um alle Passagiere befördern zu können.



Im Laufe des Sonntags kamen dann auch immer mehr Mitglieder des SEV mit ihren Zügen und belebten so den besonderen Fahrtag.

Um 16:45 Uhr war der Auftakt zur Runde 200 und nach 24 Stunden hatten wir das Ziel erreicht. Die Kephalenia war mit ihrem Zug nonstop 24 Stunden unterwegs und hat dabei 202 Runden zurückgelegt, was bei unserem Rundkurs von 600 m einer Strecke von 122 km entspricht. Das Auffüllen der Betriebsmittel und Wartungsarbeiten wurden ausschließlich während des Aufenthalts im Bahnhof erledigt.

Unglaublich was ein Verein doch leisten kann.

Text und Bilder von SEV Mitgliedern